Recherche- und WeiterbildungsTag für junge journalist*innen

Nachbergbau - Grubengas und -wasser als nutz- und erneuerbare energie-quelleN

13. Juni 9.00 - 20.00 Uhr

Die Recherche- und Weiterbildungsreise richtet sich an junge Journalist*innen bis 26 Jahre. (Volontär*innen erhalten einen Zuschuss zu den Reise- und Übernachtungskosten)

Gefördert durch:

Programm

Programm

Programm Programm

09:00 – 09:30 Uhr

Ankommen & Registrieren

Beschreibung:

Der Tag startet entspannt mit Ankunft, Kaffee und der Ausgabe der Namensschilder. Vor Ort wird nochmal gecheckt, in welchem Workshop du dabei bist. Außerdem gibt es eine kurze Einführung zu Sicherheitsregeln, damit alle gut vorbereitet in den Tag starten.

09:30 – 09:50 Uhr

Begrüßung & Einstieg ins Thema

Beschreibung:

Zum Start gibt es eine offizielle Begrüßung und eine kurze Einführung ins Thema Nachbergbau. Du erfährst, warum das Thema gesellschaftlich wichtig ist und warum es sich auch journalistisch lohnt, genauer hinzuschauen. Außerdem bekommst du einen Überblick darüber, wie der Tag abläuft und was dich in Workshops und Exkursion erwartet.

10:00 – 11:30 Uhr

Beschreibung:

In der ersten Workshop-Phase arbeitest du in einer kleineren Gruppe an deinem journalistischen Zugang zum Thema. Je nach Workshop geht es um Storytelling, Audio, Video oder Datenjournalismus. Dabei bekommst du nicht nur Input, sondern probierst auch direkt erste Methoden und Übungen selbst aus.

Workshop-Session 1: Ausprobieren, lernen, loslegen

13:00 – 13:45 Uhr

Mittagspause

Beschreibung:

Beim gemeinsamen Mittagessen ist Zeit zum Durchatmen, Essen und Austauschen. Hier kannst du erste Eindrücke aus den Workshops teilen, Leute besser kennenlernen und dich auf den Exkursionsteil am Nachmittag einstimmen.

14:00 – 14:45 Uhr

Gemeinsame Fahrt zum Exkursionsort

Beschreibung:

Am Nachmittag geht es gemeinsam zu einem Standort im Ruhrgebiet, an dem Nachbergbau ganz konkret sichtbar wird. Je nach Programm führt die Exkursion zum Beispiel nach Dinslaken, Bochum oder zu technischen Anlagen in Herten oder Gelsenkirchen. So lernst du Orte kennen, an denen sich zeigt, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Bergbaus zusammenhängen.

Beschreibung:

Bevor es losgeht, bekommst du eine kurze Sicherheitsunterweisung und eine Einführung in den Standort. Dabei wird erklärt, welche Rolle der Ort heute noch spielt und warum Themen wie Grubenwasser, Grubengas und Energiegewinnung dort relevant sind. So hast du direkt das nötige Hintergrundwissen für die Führung und deine eigene journalistische Arbeit.

Beschreibung:

Am Nachmittag wird es praktisch: Bei der Führung vor Ort bekommst du Einblicke in zentrale Fragen des Nachbergbaus, etwa zur Wasserhaltung, zum Umwelt- und Trinkwasserschutz und zur Nutzung von Grubenwasser oder Grubengas als Energiequelle. Anschließend arbeitest du passend zu deinem Workshop weiter und sammelst Material, Eindrücke, O-Töne, Interviews oder Bilder für deine eigene Umsetzung.

Beschreibung:

Nach der Exkursion geht es gemeinsam zurück. Die Pause danach gibt dir Zeit, kurz runterzukommen, Eindrücke zu sortieren und dich auf das Abendprogramm einzustellen.

Beschreibung:

Beim gemeinsamen Abendessen kannst du dich in lockerer Atmosphäre mit anderen Teilnehmenden, Dozentinnen und Expertinnen austauschen. Es geht um Gespräche, neue Perspektiven und erste Ideen für die Weiterarbeit am nächsten Tag.

Beschreibung:

Am Abend gibt es einen kurzen fachlichen Input mit anschließender Diskussion. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Grubengas und Grubenwasser zur Energiegewinnung genutzt werden können und welche Chancen, Herausforderungen und Kritikpunkte damit verbunden sind. So bekommst du nochmal zusätzlichen Kontext und neue Impulse für deine eigene Auseinandersetzung mit dem Thema.

Beschreibung:

Der Tag endet mit Zeit für lockere Gespräche und entspanntes Networking. Hier ist Raum, um Kontakte zu vertiefen, Themen weiterzudenken und den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Einführung vor Ort

14:45 – 15:00 Uhr

Exkursion & journalistische Praxis

15:00 – 17:00 Uhr

Rückfahrt & kurze Pause

17:10 – 18:00 Uhr

Abendessen & Austausch

18:10 – 19:00 Uhr

Input & Diskussion: Energie im Nachbergbau

19:10 – 20:00 Uhr

Offener Ausklang

ab 20:00 Uhr

13. Juni

Ein TAg nonstop Weiterbildung und REcherche für euren Beitrag zu den ZUkunftsThemen Nachbergbau, kommunale Wärmeplanung und erneuerbare Energiequellen

Du willst nicht nur über spannende Themen schreiben, sondern sie wirklich erleben? Dann ist dieses Projekt deine Chance. Gemeinsam mit anderen jungen Journalist*innen tauchst du in ein Thema ein, das oft verborgen bleibt und trotzdem viel mit unserer Zukunft zu tun hat: Nachbergbau, Energie, Umwelt und der Wandel einer ganzen Region.

In Workshops kannst du deine journalistischen Skills ausbauen – ob Schreiben, Audio, Video oder Datenjournalismus. Danach geht es raus ins Ruhrgebiet: auf Exkursion, mitten ins Thema, dahin, wo du Eindrücke sammelst, Fragen stellst und deine eigene Recherche startest.

Geothermie – also die Nutzung der Erdwärme – ist eine bereits etablierte Form der Wärmegewinnung. Wir lernen eine besondere Form der Geothermie kennen – die Wärmegewinnung aus Grubenwasser. In früheren Bergwerken sammelt sich Regenwasser. Während der Steinkohlegewinnung wurde dieses abgepumpt, um die Arbeit unter Tage möglich zu machen. Auch heute wird es noch in großen Mengen mittels großer Pumpen zutage gefördert. Da es sich in großer Tiefe sammelt, hat das Wasser auch eine hohe Temperatur, die sich als Heizenergie nutzen lässt. Es existieren bereits einige Pilotanlagen und wir können uns beim Fraunhofer IEG in Bochum ansehen, wie bergmännisches Können auf Energiewende trifft!

Genauso spannend ist die Nutzung von Grubengas – eine Gasmischung, die in Kohle und damit in Bergwerken vorhanden ist. Dieses Gas enthält auch Methan, ein hoch klimawirksames brennbares Gas. Bereits seit vielen Jahren wird dieses Gas abgesaugt und in Blockheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt- Diesen aktiven Beitrag zum Klimaschutz können wir uns als Bestandteil des Wärmeparks Mont-Cenis in Herne ansehen, wo er ergänzend mit Solarenergie kombiniert wird. Damit werden die Fortbildungsakademie des Landes Nordrhein-Westfalen auf dem früheren Bergwerksgelände und anliegende Wohnhäuser versorgt.

Aus dem, was du vor Ort erlebst, recherchierst und erstellst, soll dann dein eigener journalistischer Beitrag entstehen. Du entwickelst deine Geschichte, findest deinen Zugang und machst aus einem komplexen Thema etwas, das Menschen wirklich erreicht und für die Zukunft für uns alle von großer Bedeutung ist: erneuerbare Energiequellen.

Wenn du bis 26 Jahre alt bist und Lust auf Recherche, Austausch und echten Praxisbezug hast, bist du an diesem Tag bei uns genau richtig.

Hintergrund:

Das Thema Nachbergbau zeigt, wie eng Vergangenheit und Zukunft zusammenhängen. Im Ruhrgebiet geht es heute nicht nur um die Geschichte des Bergbaus, sondern auch um Umweltfragen, neue Energiekonzepte und die Zukunft ehemaliger Industriestandorte. Für Journalist*innen ist das spannend, weil sich hier große Themen wie Klimaschutz, Strukturwandel und regionale Entwicklung ganz konkret vor Ort erzählen lassen. Der deutsche Steinkohlebergbau endete 2018 mit der Schließung von Prosper-Haniel in Bottrop, aber viele Aufgaben und Entscheidungen wirken bis heute weiter.

Besonders aktuell wird das Thema durch die kommunale Wärmeplanung. Städte und Gemeinden müssen planen, wie ihre Wärmeversorgung künftig klimafreundlicher wird; für größere Kommunen gelten Fristen bis Juni 2026, für kleinere bis Juni 2028. Genau dadurch wird die Frage noch relevanter, welche lokalen Wärmequellen es schon gibt und wie sie genutzt werden können.

Grubenwasser kann dabei als Wärmequelle eine echte Rolle spielen, zum Beispiel für Heizenergie über geothermische Anwendungen. Grubengas ist zwar nicht erneuerbar, kann aber energetisch genutzt werden, statt als Methan unkontrolliert in die Atmosphäre zu entweichen. Gerade diese Mischung aus Geschichte, Technik, Klima, Energie und kommunaler Zukunftsplanung macht das Thema so relevant – und zu einem starken Recherchefeld für junge Journalist*innen.

In Workshops zu Reportage, Audio-journalismus und visuellem Storytelling entwickelt ihr eure journalistischen Skills weiter – und setzt das Gelernte dann direkt in der Praxis um.

Anmeldung

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Trotzdem ist eure Anmeldung verbindlich. Meldet euch deswegen bitte nur an, wenn ihr auch wirklich teilnehmen wollt. Wir bitten auch darum, dass ihr euch spätestens zehn Tage vor Beginn der Veranstaltung abmeldet, falls ihr doch nicht teilnehmen könnt. Dafür schreibt ihr eine Mail an recherche@journalistenzentrum-herne.de.

Dozent*innen

Johannes Meyer

… Journalisten sind an Neuem interessiert. So auch ich. Mich interessieren die Themen unserer Zeit: Gesellschaftspolitische Fragen, kulturelle und digitale Themen. Ich berichte über Menschen und Projekte im Aufbruch, über Vorbilder, Wendungen im Leben, Veränderungen, Herausforderungen und Triumphe. Mich interessiert, was hinter der Oberfläche liegt.

Leon Kügeler

… arbeitet als freiberuflicher Foto- und Videojournalist für verschiedene Nachrichtenagenturen (u.a. Reuters, AFP). Sein Volontariat hat er in Berlin absolviert und hat dort als offizieller Fotograf unter anderem den Bundeskanzler und Bundesminister*innen auf Auslandsreisen begleitet.

Website:

Sascha Fobbe

… ist gelernte Rundfunkredakteurin, mittlerweile arbeitet sie als Freie Journalistin, Podcasterin, Moderatorin und Dozentin. Für den Deutschen Journalistenverband NRW betreibt sie zwei Medien-Podcasts, außerdem schreibt sie über Medienpolitik und unterrichtet u.a. an der Technischen Hochschule Mittelhessen.

ANFAHRT:

Recherche- und weiterbildungsreise im Journalisten-zentrum Herne

Das Journalistenzentrum Herne befindet sich im Shamrockpark in Haus 2. Lasst euch nicht von dem Pförtner und der Schranke irritieren. Ihr könnt einfach auf das Gelände. Wir schildern den Weg zu Haus 2 für euch außerdem aus. Ansonsten könnt ihr auch den/die Pförtner*in fragen.

Adresse: Shamrockring 1, 44623 Herne (diese Adresse im Navigationsgerät eingeben.)

Zu Fuß vom Herner Bahnhof ca. 10 Minuten

Die Buslinien 390/391 halten direkt am Eingang zum Shamrockpark

Öffnungszeiten für die Teilnehmer*innen
Samstag
09:00–22:00 Uhr (Einlass ab 8.40 Uhr)

Telefon
+49 2323/22753-0

Mail
akademie@journalistenzentrum-herne.de